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Pressestimmen: „Go Study Iași“ – die Plattform, die den Wissenschaftsstandort Iași für den deutschsprachigen Raum öffnet

Der folgende Artikel erschien ursprünglich in Ziarul de Iași:

„Go Study Iași“ – die Plattform, die den Wissenschaftsstandort Iași für den deutschsprachigen Raum öffnet. „Iași bietet Chancen, die andere Universitätsstädte nicht haben“

Iași stärkt seine Position auf der europäischen Hochschul- und Wissenschaftslandkarte mit dem Start der zweisprachigen Plattform „Go Study Iași“, einem Projekt, das das Bildungs- und Forschungsangebot der Stadt Studierenden, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Forschenden aus Deutschland und Österreich näherbringen soll. Die offizielle Vorstellung fand gestern im Deutschen Kulturzentrum Iași in Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern der wichtigsten Hochschul- und Forschungseinrichtungen der Stadt statt.

Die Plattform ist auf Rumänisch und Deutsch verfügbar und vereint Universitäten, Forschungsinstitute sowie wissenschaftlich aktive Kultureinrichtungen in einem gemeinsamen digitalen Raum. Ziel des Projekts ist es, eine zentrale Informationsplattform für alle zu schaffen, die sich für die akademischen und beruflichen Möglichkeiten in Iași interessieren. Gleichzeitig soll die internationale Sichtbarkeit des bedeutendsten Hochschulstandorts der Region Moldau gestärkt werden.

Die Idee für die Plattform entstand nach dem 30-jährigen Jubiläum des Deutschen Kulturzentrums Iași. Nach Angaben des emeritierten Professors Andrei Corbea-Hoișie, einem der Initiatoren des Projekts aus dem Bereich der Germanistik, bot das Jubiläum nicht nur Anlass zum Rückblick, sondern auch die Gelegenheit, die Rolle der Institution bei der Festigung der akademischen Beziehungen zwischen Iași und dem deutschsprachigen Raum neu zu definieren.

Als das Deutsche Kulturzentrum 2024 sein 30-jähriges Bestehen feierte, haben wir uns die Frage gestellt, wie wir unserer Arbeit nach Erreichen dieses Meilensteins zusätzliche Impulse geben können. So entstand die Idee eines akademischen Begegnungszentrums für junge Menschen – und nicht nur für junge Menschen –, die sich für ein Studium oder wissenschaftliche Aktivitäten in Iași interessieren. Wir nannten es „Begegnungszentrum“ und wollten es bei uns ansiedeln. Dafür müssen die Interessierten jedoch zunächst informiert werden“, erklärte der Professor gegenüber der Zeitung „Ziarul de Iași“.

Wie Corbea-Hoișie betonte, verfügt Iași zwar nicht über den Vorteil einer historisch gewachsenen deutschsprachigen Gemeinschaft, wie sie in anderen Universitätsstädten Rumäniens zu finden ist, kann jedoch auf akademische Ressourcen verweisen, die der Stadt auf nationaler Ebene eine besondere Stellung verleihen.

Im Verhältnis zum deutschsprachigen Raum haben wir gegenüber Timișoara und sogar gegenüber Cluj einen gewissen Nachteil. Wir hatten keine deutsche Minderheit und verfügen nicht über eine Bevölkerung, die die deutsche Sprache noch in größerem Umfang spricht. Dafür besitzen wir Stärken, die andere nicht haben: eine außergewöhnliche akademische Vielfalt. Ich denke dabei in erster Linie an unsere Universitäten, aber auch an die Forschungsinstitute und ergänzenden Einrichtungen wie die Zentralbibliothek oder das Staatsarchiv“, erläuterte Corbea-Hoișie.

 

Ein umfassender Wegweiser durch die Wissenschaftslandschaft von Iași

Für die Entwicklung der Plattform hat das Projektteam Informationen über die gesamte Hochschul- und Forschungsinfrastruktur der Stadt zusammengetragen, damit Nutzerinnen und Nutzer schnell und unkompliziert auf die für sie relevanten Informationen zugreifen können.

Zunächst wollten wir uns einen umfassenden Überblick verschaffen und eine Bestandsaufnahme der verfügbaren Informationen vornehmen. Nachdem wir diese zusammengetragen hatten, fragten wir uns, was Studierende, Masterstudierende, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Forschende aus dem deutschsprachigen Raum hier besonders interessieren könnte. Vor allem ging es darum, ihnen den Zugang zu diesen Informationen zu erleichtern. Das Ergebnis ist diese Plattform, die in ihrer aktuellen Form nahezu alles umfasst, was Iași im akademischen Bereich zu bieten hat“, erklärte der Professor.

„Go Study Iași“ fungiert als interaktive Plattform der Hochschul- und Forschungseinrichtungen der Stadt. Nutzerinnen und Nutzer finden dort beispielsweise Informationen über die Alexandru-Ioan-Cuza-Universität, die Technische Universität „Gheorghe Asachi“, die Universität für Medizin und Pharmazie „Grigore T. Popa“, die Universität für Lebenswissenschaften „Ion Ionescu de la Brad“, die Nationale Kunstuniversität „George Enescu“, die Universitätsbibliothek „Mihai Eminescu“, das Nationalarchiv, den Botanischen Garten „Anastasie Fătu“ sowie über Forschungsinstitute wie „Petru Poni“, „A. D. Xenopol“ und weitere wissenschaftliche Einrichtungen.

Jede Institution verfügt über eine eigene Profilseite, die mit einem Klick erreichbar ist und detaillierte Informationen zu ihrer Struktur und ihren Aktivitäten bietet. Darüber hinaus bündelt die Plattform zahlreiche akademische Ressourcen – von Forschungsschwerpunkten und Promotionsschulen über Sommerschulen, Stipendienprogramme und Lektorate bis hin zu internationalen Hochschulnetzwerken sowie Informationen zur Anerkennung von Abschlüssen, einem besonders wichtigen Thema für internationale Studierende.

Darüber hinaus können Nutzerinnen und Nutzer Informationen zu den internationalen Partnerschaften der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Iași, zu geförderten europäischen Projekten, wissenschaftlichen Kooperationen zwischen Fakultäten und Lehrstühlen, Forschungsstationen für Feldstudien und spezialisierte Forschungsarbeiten sowie zu internationalen Studienangeboten und Erasmus-Abkommen abrufen. Durch die Bündelung all dieser Informationen soll die Plattform den direkten Kontakt zwischen Studierenden, Forschenden und akademischen Einrichtungen in Iași erleichtern.

Ein in Rumänien einzigartiges Projekt mit Entwicklungspotenzial

Die Initiatoren betonen, dass die Plattform kein abgeschlossenes Projekt ist, sondern kontinuierlich weiterentwickelt und aktualisiert werden soll, sobald neue Forschungs- und Kooperationsmöglichkeiten entstehen.

Was wir vermutlich noch ergänzen müssen, sind Informationen aus dem Museumsverbund der Stadt. Die Museen sind bislang noch nicht erfasst, obwohl es dort einige sehr interessante akademische Forschungsbereiche gibt. Diese werden wir nach und nach integrieren“, sagte Corbea-Hoișie.

Darüber hinaus enthält die Plattform auch einen Bereich zum Leben in Iași, der zukünftigen internationalen Studierenden einen Einblick in den Alltag der Stadt geben soll. Auf diese Weise können sie sich bereits im Vorfeld ein genaueres Bild von dem Ort machen, an dem sie möglicherweise studieren und forschen werden.

Auf der Plattform finden sich sogar Informationen zum Leben in Iași, damit Studierende und junge Menschen einen Eindruck davon gewinnen können, was die Stadt ihnen außerhalb des Studiums zu bieten hat.“, sagte der Professor.

Seinen Angaben zufolge wird die Website kontinuierlich aktualisiert und um Informationen zu neuen wissenschaftlichen Projekten, Partnerschaften und Finanzierungsmöglichkeiten ergänzt.

Wir werden versuchen, die Plattform lebendig zu halten. Das bedeutet, dass jede neue Information, jedes neue wissenschaftliche Projekt und jede neue Zusammenarbeit mit einer Universität, einem Forschungsinstitut oder einem Lehrstuhl aus dem deutschsprachigen Raum hier aufgenommen wird. Solche Beziehungen eröffnen Finanzierungsmöglichkeiten für den akademischen Austausch zwischen dem deutschsprachigen Raum und Iași“, erklärte er.

Professor Andrei Corbea-Hoișie ist überzeugt, dass das Projekt einem seit Jahren bestehenden Bedarf entspricht und zugleich als Vorbild für andere Hochschulstandorte in Rumänien dienen kann.

Ja, es ist die einzige Plattform dieser Art. Die Idee stammt von uns. Ich weiß nicht, ob wir sie patentieren lassen werden, aber in dieser Hinsicht haben wir Entwicklungen vorweggenommen und etwas umgesetzt, das wahrscheinlich schon vor langer Zeit hätte realisiert werden sollen. Vielleicht ist das in Iași einfacher als in Bukarest. Bukarest ist wesentlich größer und komplexer. Doch gerade das, was wir hier geschaffen haben, ist bereits ein überzeugendes Beispiel für die Vielfalt unseres Hochschul- und Wissenschaftsstandorts“, sagte er.

Die Einführung der Plattform erfolgt zudem in einem Umfeld, in dem das Interesse an der deutschen Sprache sowie an akademischen Kooperationen mit Deutschland und Österreich weiterhin ungebrochen ist. Das Deutsche Kulturzentrum bietet weiterhin Sprachkurse für alle Altersgruppen an und arbeitet auch mit Unternehmen zusammen, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Deutschen weiterbilden möchten.

Die Menschen kommen, sie kommen tatsächlich. Das Deutsche Kulturzentrum bietet vielfältige Möglichkeiten, Deutsch zu lernen. Wir haben Kurse für Erwachsene, für Kinder und sogar für die Kleinsten. Darüber hinaus bieten wir Sprachkurse auch in großen Unternehmen an, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in deutscher Sprache schulen möchten“, sagte Corbea-Hoișie.

Andreea TIMOFTE

Der folgende Artikel erschien ursprünglich in Ziarul de Iași:

https://www.ziaruldeiasi.ro/stiri/go-study-iasi-platforma-care-deschide-mediul-academic-iesean-catre-spatiul-germanofon-iasul-ofera-oportunitati-pe-care-alte-centre-universitare-nu-le-au–1866731.html

 

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